Wetterlexikon
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Hundertjaehriger_Kalender

Hundertjähriger Kalender

Der Hundertjährige Kalender beruht auf detaillierten Wetterbeobachtungen des Abtes Moriz Knauer. Sie wurden von 1652 bis 1658 im Kloster Langheim bei Lichtenfels in Oberfranken durchgeführt.

Die Zusammenstellung sollte ursprünglich dazu beitragen, das Wetter in dieser Region vorherzusagen, um die im Kloster betriebene Landwirtschaft zu optimieren.

Abt Knauer nahm irrtümlich an, dass sich die Wetterbedingungen aufgrund des Einflusses der damals bekannten 7 "Planeten" (Sonne, Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur) in einem festen 7-jährigen Zyklus wiederholen. Somit stand - seiner Theorie entsprechend - eine Wettervorhersage für jeden Tag der kommenden 7-Jahres-Zyklen zur Verfügung. Auf dieser Basis erstellte der Abt daraufhin die "Wettervorhersagen" der Jahre 1600 bis 1912.

Diese "Prognosen" wurden von Dr. Christoph von Hellwig aus Thüringen (ein Bekannter von Abt Knauer) entsprechend fortgeschrieben bzw. gekürzt und im Jahr 1704 für den 100-Jahre-Zeitraum von 1701 bis 1800 in gedruckter Form herausgegeben. Sechzehn Jahre später erhielt das Druckwerk von einem Verleger den endgültigen Namen "Hundertjähriger Kalender". Es wird noch bis zur Gegenwart fortgeschrieben.
Die Inhalte werden als "Wetterprognosen" für die folgenden Monate auch im Internet verbreitet. Möglich, dass diese Vorhersagen des Hundertjährigen Kalenders manchmal zutreffen, aber aus meteorologischer Sicht sind solche Übereinstimmungen nur rein zufällig und in keiner Weise wissenschaftlich begründet.

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